Position 34 / 64
Die Taubenstellung
Eine sanfte Stellung, bei der die Partner sich gegenüberstehen und wie fliegende Tauben aussehen.

Die Haltung verstehen
Die Taubenstellung ist eine einander zugewandte Haltung, die Nähe fördert und sich leicht anpassen lässt. „Die Taubenstellung“ bezeichnet hier eine Körperanordnung, kein Leistungsziel. Körperbau, Beweglichkeit und Vorlieben sind wichtiger als das genaue Kopieren eines Bildes.
Schrittweise einrichten
Zuerst legt oder stützt sich eine Person bequem, dann richtet sich die andere ihr gegenüber aus. Genug Raum lassen, damit sich der Winkel ohne volle Gewichtsbelastung ändern lässt.
- Gemeinsam festlegen, wer das Tempo führt, und ein sofortiges Stoppsignal vereinbaren.
- Langsam und ohne ruckartige oder erzwungene Gelenkbewegung in die Haltung gehen.
- Mit kleinem Bewegungsradius beginnen und nur anpassen, solange beide entspannt bleiben.
- Einen Stuhl ohne Rollen an die Wand stellen und seine Belastbarkeit prüfen.
Komfort und Kommunikation
Angehaltene Atmung, ungewöhnliche Spannung oder Taubheit bedeuten: verlangsamen, Stützen ändern oder aufhören. Ein Kissen und ein anderer Winkel helfen oft mehr als zusätzliche Kraft.
Einvernehmen ist spezifisch, freiwillig und jederzeit widerrufbar. Eine anfangs akzeptierte Haltung darf ohne Begründung beendet werden.
- Vor der Bewegung einige Atemzüge teilen, um Becken und Schultern zu entspannen.
Anpassen und vereinfachen
Diese Haltung ist meist gut zugänglich. Trotzdem zunächst klein beginnen und eine Stütze bereithalten.
Für kontrollierte Varianten jeweils nur Richtung, Höhe, Beinöffnung oder Stütze verändern.
Name und Kontext
„Die Taubenstellung“ ist hier eine moderne redaktionelle Bezeichnung. Namen und Darstellungen unterscheiden sich stark; diese Form wird keinem kanonischen Kamasutra-Abschnitt zugeschrieben.
Quellen und Einordnung
Moderne Stellungsnamen unterscheiden sich je nach Verlag. Diese Sammlung nutzt beschreibende Bezeichnungen und erhebt keinen Anspruch auf einen kanonischen Katalog des Sanskrit-Textes.
- World Health Organization — Sexual health
- Planned Parenthood — Sexual consent
- Vātsyāyana, Kamasutra, traduction Wendy Doniger et Sudhir Kakar, Oxford University Press, 2002.









